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05.04.2017, 09:10 Uhr
Viele gemeinsame Werte trotz unterschiedlicher Religion
Veranstaltung "Muslime in der CDU"
"Wir orientieren uns am christlichen Bild vom Menschen und seiner unantastbaren Würde und davon ausgehend an den Grundwerten Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit." - so steht es in der Präambel des Grundsatzprogramms der CDU Deutschlands. Doch kann dieser Ursprung des christlichen Menschenbildes auch Grundlage für Muslime sein, sich in der CDU zu engagieren? Hierüber und über unterschiedliche Verständnisse diskutierten wir mit Timur Husein, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg und dortiger Bundestagskandidat.

Konservatismus - der Stellenwert von Familie, die Einhaltung von Gesetzen, das Bewahren des Erreichten - kann eine Verbindung zwischen Christen und Muslimen sein. Die CDU ist als konservative Partei die Familienpartei und die Partei in Deutschland, in der Religion als großer Wert geschätzt wird. Und so kann die CDU ein Angebot für Muslime sein und ist es auch. Im Heimatverband von Timur Husein, der CDU Friedrichshain-Kreuzberg, haben heute rund 20 Prozent der Mitglieder einen Migrationshintergrund. Die gezielte Ansprache der Muslime als potentielle Mitglieder und Wähler hat dort ganz offensichtlich Erfolg. 

Doch es gibt stellenweise auch Vorbehalte und Unterschiede, die es zu thematisieren und nicht unter den Teppich zu kehren gilt. Klar ist , dass in einer Stadt wie Berlin, in der eine Mehrheit der Stadtbevölkerung gar keiner Religion angehört und 400.000 EInwohner muslimischen Glaubens sind, Veränderungen spürbar sein werden, die Christdemokraten vielleicht zunächst kritisch begleiten. Hier wurden die verschiedenen Themen, die der Ortsverband in seiner Themenreihe "Lasst uns über Deutschland reden..." diskutiert, angeschnitten.

Geworben wurde dafür, dass die CDU gerade den in zweiter, dritter oder sogar schon vierter Generation hier Lebenden Deutschen mit Migrationshintergrund ein Angebot machen muss, dass sie sowohl in die Gesellschaft integriert als auch über einen Parteieintritt nachdenken lässt. Die CDU soll jünger, bunter und weiblicher werden - so hat es der Generalsekretär Peter Tauber MdB als Slogan herausgegeben. Wichtig hierfür ist es, sich der Diskussion zu stellen, was verbindet, aber auch was als Trennend empfunden wird.

 

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